Zurück in der „Heimat“ – unwillkommen in der Fremde

„Natürlich ist Deutschland im Dritten Reich auch ein sicheres Herkunftsland gewesen – für Deutsche […]. Für Juden war es ein bisschen schwieriger.“

Rudko Kawczynski, Podiumsdiskussion Berlin, 7. April 2016

Ein Großteil der Roma, die es bis nach Deutschland schaffen, müssen früher oder später wieder zurückkehren. Da die Chancen auf eine Anerkennung extrem gering sind, drängen die deutschen Behörden sie, freiwillig auszureisen.[1] Anderenfalls droht ihnen die Abschiebung, welche mit hohen Kosten und einer mehrjährigen Einreisesperre verbunden ist. more „Zurück in der „Heimat“ – unwillkommen in der Fremde“

To the land of dreams – im asylpolitischen Labyrinth

Durchschnittlich ein Drittel der Westbalkanflüchtlinge, die nach Deutschland kommen, sind Roma.[1] Aus Serbien sind es über 90 Prozent. Doch seit Dezember 2012 zählt Serbien so wie Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und seit Oktober 2015 auch Montenegro, Albanien und Kosovo als sicherer Herkunftsstaat.[2] Sichere Herkunftsstaaten sind jene, „bei denen auf Grund der Rechtslage, der Rechtsanwendung und der allgemeinen politischen Verhältnisse gewährleistet erscheint, daß dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet“ (Art. 16a, Satz 3 GG) more „To the land of dreams – im asylpolitischen Labyrinth“

Roma in Deutschland – im Schatten des Antiziganismus

„Antiziganismus ist nicht nur ein abstrakter wissenschaftlicher oder politischer Begriff. Für einen Sinto oder einen Rom ist Antiziganismus eine Realität, die er oder sie fast täglich erleben oder wahrnehmen kann, beziehungsweise muss. Vorurteile, Ressentiments oder Ablehnung von Sinti und Roma als Individuen oder als Gruppe sind kein Einzelfall, sondern sind in der Gesellschaft vorhanden, spürbar – auch wenn dies des Öfteren bestritten wird.“

Daniel Strauß, Einleitende Bemerkung zu „Gutachten Antiziganismus“ (Markus End)

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Zahlen und Statistiken

Da viele Roma ihre Identität verschweigen, bzw. ethnische Zugehörigkeit oftmals nicht erfasst wird, gibt es nur sehr wenige Zahlen und Statistiken, welche in der Regel auf Schätzungen beruhen.