Novi Sad, Juni 2016

Zu allererst heißen wir Mihaela Dragan willkommen. Sie wird fortan eine wesentliche Rolle in unserer Performance einnehmen und die Seite der Roma Frauen in unserem Projekt vertreten.

Dann beginnen wir damit, auf unsere work-in-progress Performance im April zurückzublicken. Was wollen wir beibehalten, was wollen wir ändern, was muss weiter entwickelt werden?

Viele Tage sind durch endlose Diskussionen geprägt: Was ist unser Ziel? Wie können wir dieses erreichen? Entsprechen unsere Ideen unseren Zielen, oder bewirken sie vielleicht genau das Gegenteil?

Einen Tag fahren wir nach Belgrad, wo wir Vladan Jeremić und Rena Rädle treffen. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Kunst und Politik und widmet sich oftmals der Problematik der Roma. Zusammen besuchen wir nicht nur Orte, an welchen tausende Roma zwangsgeräumt wurden, sondern auch ein Konzentrationslager mitten in der Stadt. Anstelle einer Gedenkstätte ist dort – nichts. Roma-Familien leben in dieser Gegend, wo vor nur wenigen Jahrzehnten andere Roma-Familien systematisch ermordet wurden. Es gibt ein Restaurant. Und irgendwo erwähnt eine unscheinbare Steinplatte, was an diesem Ort vorgefallen ist.

Erfüllt von vielen neuen Geschichten, neuem Wissen, Impressionen und Inspiration kehren wir zurück zu unserer Arbeit.